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Was ist eine Panikattacke und wie können wir damit umgehen?

Veröffentlicht: 26.08.2026

Eine Panikattacke ist ein plötzliches und intensives Erlebnis von Angst oder starkem Unbehagen, das für die betroffene Person äußerst Furcht einflößend sein kann. In diesem Moment hat man möglicherweise das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, dass etwas Schlimmes mit dem Körper passiert oder sogar, dass das eigene Leben in Gefahr ist.

Obwohl diese Erfahrung absolut real ist und die körperlichen Symptome sehr heftig ausfallen können, bedeutet eine Panikattacke in den meisten Fällen nicht, dass sich die Person in tatsächlicher Gefahr befindet.

Was passiert in diesem Moment wirklich?

Während einer Panikattacke aktiviert unser Nervensystem den „Kampf-oder-Flucht“-Mechanismus (fight or flight). Dies ist ein natürlicher Überlebensmechanismus, der uns darauf vorbereitet, einer Gefahr zu begegnen. Das Wichtige dabei ist, dass dieser Mechanismus selbst dann aktiviert werden kann, wenn gar keine reale äußere Gefahr vorliegt.

Einfach ausgedrückt: Das Gehirn „interpretiert“, dass eine Bedrohung existiert, und der Körper reagiert so, als müsse er sich sofort schützen. Das Herz schlägt schneller, die Atmung verändert sich, die Muskeln spannen sich an und die Aufmerksamkeit richtet sich stark auf das, was im Körper vorgeht.

So kann ein Symptom zu noch mehr Angst führen. Zum Beispiel:

„Mein Herz schlägt sehr schnell → irgendetwas stimmt nicht → ich bin in Gefahr → ich habe mehr Angst → mein Herz schlägt noch schneller.“

Es entsteht folglich ein Teufelskreis aus Angst und körperlichen Symptomen.

Welche Symptome können auftreten?

Eine Panikattacke kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Häufig treten auf:

Die Intensität der Symptome kann dazu führen, dass man glaubt, es geschehe eine Katastrophe. Es ist jedoch wichtig sich daran zu erinnern, dass die Heftigkeit eines Symptoms nicht zwangsläufig bedeutet, dass es gefährlich ist.

Gleichzeitig sollten Symptome wie starke Schmerzen in der Brust, schwere Atemnot oder andere neu auftretende und beunruhigende körperliche Beschwerden nicht automatisch einer Panikattacke zugeschrieben werden. Im Zweifelsfall ist eine medizinische Abklärung erforderlich.

Wichtige Aspekte

Es ist nicht nur wichtig zu lernen, wie man mit einer Attacke in dem Moment umgeht, in dem sie auftritt, sondern auch zu verstehen, was sie auslöst und aufrechterhält.

Wenn sich Panikattacken wiederholen oder dazu führen, dass Betroffene Orte, Aktivitäten oder Situationen aus Angst vor einer Wiederholung meiden, kann sich ihr Alltag stark einschränken.

In diesem Fall kann die Suche nach professioneller psychologischer Hilfe von großer Bedeutung sein.

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist einer der am besten empirisch belegten psychotherapeutischen Ansätze bei Panikattacken. Durch die Therapie lernen Betroffene, die Gedanken und Interpretationen zu erkennen, die die Angst verstärken, ihre körperlichen Reaktionen besser zu verstehen und Situationen, die sie zu meiden begonnen haben, schrittweise zu bewältigen.

Eine Panikattacke ist nicht deshalb gefährlich, weil sie beängstigend ist

Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft von allen.

Der Körper kann einen sehr starken Alarm auslösen, selbst wenn keine reale Gefahr besteht.

Das Gefühl der Angst ist real. Die Symptome sind real. Das bedeutet jedoch nicht, dass die befürchtete Katastrophe auch eintreten wird.

Zu verstehen, was in unserem Körper vorgeht, kann der erste Schritt sein, um aufzuhören, sich vor der Angst selbst so sehr zu fürchten.